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Mrz

Der Deutsche Project Excellence Award – Die Leistungsschau für großartige Projekte

Mit dem Deutschen Project Excellence Award (DPEA) werden seit 20 Jahren die besten Projekte im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

Im Jahr 2014 wurde das zugrundeliegende Project Excellence Modell, ein Bewertungssystem für Projekte, überarbeitet und der Award zeitgemäß neugestaltet. In den Jahren 2015 und 2016 wurden daraufhin wieder spannende und faszinierende Projekte im Deutschen Project Excellence Award (DPEA) assessiert und im Herbst dann auch gekürt. Ich selbst durfte unter anderem im Assessmentteam für das Jahrhundertprojekt Gotthard Tunnel dabei sein.

Das Selbstverständnis der DPEA Assessoren beim Assessment ist das von Fachkollegen, die auf der Suche nach Exzellenz sind. Wir sehen uns nicht als Auditoren, die nach Schwächen suchen. Wir suchen das Beste im Projekt, das manchmal im Detail liegt oder für das Projektteam schon so selbstverständlich geworden ist, dass es gar nicht mehr auffällt. Dabei müssen wir – als kollegiale Reviewer – unsere Faszination für das spannende Projektergebnis ablegen und möglichst unbeeindruckt und möglichst neutral bewerten, ob die eingesetzte Methodik, der Führungsstil und vieles mehr gut, sehr gut oder eben exzellent waren.

Das Assessment wird entlang des neuen Project Excellence Modells durchgeführt. Dieses Modell ist wahrlich ein großer Wurf. Denn in Probeläufen mit dem Modell, genauso wie in den echten Assessments zeigt sich, dass die Bewertungen zu einem Projekt, die von mehreren Assessoren unabhängig voneinander getroffen werden, sehr nah beieinander liegen und reproduzierbar sind. Das hilft uns Assessoren im Assessmentprozess immens, wenn es darum geht mit Fachkolleginnen und -kollegen, die man im Assessment zum ersten Mal kennenlernt, ein neutrales Assessment abzuliefern. Wir haben es also mit einem wirklich guten Assessment-Modell zu tun, das sich auch dadurch auszeichnet, dass es klar strukturiert ist und sich gut vermitteln lässt.

Nun hat die GPM ja ihre Wurzeln im planorientierten Projektmanagement. Da ist sie stark. Nicht nur weil die GPM die erfolgreichen Qualifizierungen und Zertifizierungen nach IPMA Level D, C, B und A anbietet. Nun sollte man annehmen, dass der Deutsche Project Excellence Award ein Preis ist, den nur planorientierte Projekte bekommen können. Aber weit gefehlt! Bewertet wird, wie gut das Projekt umgesetzt wurde und wie zufrieden die verschiedenen Stakeholder mit dem Projektergebnis sind. Das Project Excellence Modell ist so konzipiert, dass es gegenüber dem eingesetzten Framework neutral ist. Das kann sich am V-Modell orientieren oder agil sein. PRINCE 2 oder dem PMBOK Guide folgen. Scrum. Extrem Programming. Alles kann. Nichts muss. Diese Offenheit und Neutralität ist die eigentliche Stärke des Project Excellence Modells.

Natürlich braucht es auch Assessoren, die agile Vorgehensweisen kennen und beurteilen können, um ein agiles Projekt zu assessieren. Und das ist ja das Tolle bei dem ganzen Unterfangen rund um den DPEA. Die Assessoren-Kolleginnen und -Kollegen sind Experten aus der Praxis. Und das gesamte Assessorenteam ist so breit aufgestellt, dass es alle Arten von Projekten in jeder Durchführungsform in beliebigen Branchen mit höchstem Sachverstand beurteilen kann. Allein das Portfolio der Finalisten 2016 gibt einen Eindruck von der Vielfalt der Projekte.

Darunter waren auch zwei Projekte, die agil organisiert waren. Die Swisscom hat so beispielsweise mehrere Rechenzentren und mit ihnen hunderte Kunden migriert (ein ausführliches Interview mit dem Projektleiter gibt es hier zu lesen). Und die Firma OTTO schickte gleich 350 Entwickler auf eine agile Reise zur Erneuerung der kompletten Webfrontends (ein ausführliches Interview dazu folgt in der nächsten Ausgabe der ProjektManagement aktuell).

Das heißt: Alle Projekte, die sehr gut verlaufen sind, können sich für den Preis bewerben. Das Mindeste, was die teilnehmenden Projekte bekommen, ist der Austausch mit einem neugierigen und professionellen Team von Reviewern und dessen Meinung zum Projekt. Und wenn es gut läuft, gibt es sogar einen Preis und einen Artikel in einer Fachzeitschrift.

Vielleicht schwärme ich jetzt etwas von dem Deutschen Project Excellence Award. Aber mich begeistert er eben immer wieder aufs Neue. Und ich freue mich auf die nächste Assessment-Saison. Die Bewerbungsperiode läuft noch bis zum 30. April 2017.

Also, melden Sie Ihr Projekt an! Es gibt nichts zu verlieren.

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