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Jun

Hommage an die digitale Menschlichkeit

Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel lesen. Danke, dass Sie einem Erfahrungsgut wie diesem Ihr Vertrauen entgegenbringen. Danke, dass Sie helfen die Wissensallmende in Gänze auszuschöpfen. Danke, dass mit Ihrer Hilfe dieser Text nicht zu jenen 20% des Contents gehört, welcher ungelesen in den Unweiten des digitalen Nirwana verschwindet ohne jemals angezeigt worden zu sein. Sie sehen, ich bin dankbar. Mit dieser Strategie kann man Dschungelkönig werden, die nötige Awareness für einen ellenlangen Blogartikel schaffen oder die Vorteile veganer Ernährung bewusst machen…

Beispiel einer Danke Werbung

Werbung der „veganen gesellschaft“ als Beispiel

Sie schenken mir also Ihr Vertrauen. Warum ist mir dieses so wichtig? Es verschafft Traffic, Reichweite und hilft mir dabei auf Dauer den PageRank dieser Seite zu erhöhen. Am besten Sie verlinken Ihre Homepage in den Kommentaren, dieses Backlink-Dropping lässt Sie teilhaben an meinem Erfolg, zu welchem Sie wiederum selbst beitragen. Da der Mensch gierig ist und der Autor dieses Artikels als der Homo Oeconomicus der Daten gilt, benötigt dieser Artikel zudem nun Keywords – abgedroschene Floskeln und Worthülsen, die sich in der URL, in der H1  und in sämtlichen Hyperlinks auf der Seite wiederfinden. Das verstand man jahrelang unter Suchmaschinenoptimierung, meinem digitalen Unwort aus dem Jahr 1999. Diese Form des Marketings hat sich geändert – in der heutigen Zeit ändert sich einfach alles: Gesellschaft, Technologie, Trends und Herausforderungen. Menschen suchen zugleich nach Beständigkeit, nach etwas, das Ihnen ein Fixpunkt im Heute sein kann. Ein Unternehmen kann diesen Fixpunkt bieten. Denn was alle Zeit überdauert, sind Werte. Eine Marke mit gelebten Werten schafft Sicherheit, gibt Kunden Orientierung und entwickelt sich weiter ohne die eigene Identität zu verlieren. Nie zuvor waren Werte auch für das Marketing so wichtig wie heute .

„Culture eats strategy for breakfast.“ (Peter Drucker 2006)


Nun ist ein guter Zeitpunkt das Lesen einzustellen. Falls Sie sich dafür entscheiden, sollten Sie ein schlechtes Gewissen haben, denn natürlich sehe ich wann und wo Sie aufhören zu Lesen! Enttäuschen Sie mich also nicht!


Impressionen von den Adobe Marketing Days

Adobe Marketing Days 2016 in München

Bei den Adobe Marketing Days 2016 philosophieren Marketiers verschiedener Branchen über ihre Daseinsberechtigung. Dabei handelt es sich um Werbung mit der Zielgruppe „Werbungtreibende“ – modernes Marketing auf höchstem Niveau. Adobe ist digitaler Meinungsführer und technologischer Vorreiter, eben deshalb verzichtet dieses Unternehmen auf zielgruppenoptimierte Facebook-Ads oder AdWords-Kampagnen, um Menschlichkeit und soziales Miteinander zu fördern. Damit genügend Opinionleader anwesend sind, werden teure Speaker gebucht und delikate Häppchen geboten. Diese Idee ist nicht neu, aber zeigt worum es im Marketing geht: Menschlichkeit. Computer sind nicht sozial. Social Media ist nicht Social. Keine digitale cross-, multi- oder sogar omnichannel Kampagne kann das sensorische Register so sehr fordern, wie gelebte Werte.

Und darum geht es: Seien Sie menschlich – auch digital.

Der Customer ist ein Mensch. Seit M2M ist dies keine triviale Aussage mehr, dennoch stellt es in den meisten Fällen die Essenz des Marketings dar, welche immer mehr hinter IP-Adressen und KPI-Kennzahlen zu verschwinden droht. Customer Centric meint nicht die Identifikation möglichst vieler digitaler Funnels, von viel größerer Bedeutung sind Costumer Decisicion Journeys. Dieses Konzept von McKinsey erzählt Geschichten von individuellen und persönlichen Nutzererwartungen. Die Customer Journey (erstmals angewendet 1898) ist überholt, aber nicht abgelöst. Der Kunde ist menschlich. Und immer noch König.


Falls Sie noch immer auf der Suche nach den Keywords des Beitrags sind oder gar die Keyworddichte über seonaptics ermitteln, können Sie die Recherche nun beenden. Sollten Sie zu denen gehören, die bis hierher durchgehalten haben, werde ich Sie nun mit Wissen belohnen.


Wir wollen also auf menschlicher Ebene kommunizieren – doch wen sprechen wir an? Wichtiger denn je ist es, seine Kunden zu kennen. Technisch gesehen erhält man Unmengen an Daten, man muss sie jedoch auch richtig nutzen. Um das optimal zu schaffen, gibt es vier wichtige Fähigkeiten, die im modernen Marketing unabdingbar sind:

Zuhören

Was erzählt mir der Kunde über sich, über seinen Charakter und über seine Gefühle? Schaffen Sie Struktur in Ihrem Datenwirrwarr. Big Data ist nur sinnvoll, wenn man Schlüsse zieht. Die Problematik besteht nicht in der Verfügbarkeit der Daten, sondern in deren stimmiger Interpretation.

Grund-verständnis25%

Sie haben das nötige Grundverständnis!

Vorhersagen

Was möchte der Kunde? Wie kann mein Produkt/meine Marke dem Kunden helfen seine Ziele zu erreichen?

Talent50%

Sie haben Talent für digitales Marketing!

Zusammenstellen

Die Komposition macht die Musik. Erstellen Sie einen für den Kunden relevanten Mix an Content, Angebot und präsentiertes Produktportfolio.

Know-How75%

Sie haben mehr aus ihrem Studium mitgenommen, als nur institutionalisiertes Kulturkapital!

Präsentieren

Dies ist die Königsdisziplin. Nichts ist komplexer als angewandtes Wissen. Nun müssen Sie entscheiden, wann, wie und welchen Kanal Sie bespielen. Treffen Sie hier ins Schwarze, steigt Ihre Chance auf Erfolg. Dann belohnt Sie der Kunde für all Ihre Mühen und tut was er seit Jahrhunderten macht: Er kauft. Endlich.

Genie100%

Sie sind Meister Ihres Fachs und dieser Beitrag bietet für Sie kaum Mehrwert!

 


Die direkte Ansprache des Lesers und das Stilmittel Sarkasmus stellt hoffentlich dennoch sicher, dass Sie diese Seite wennschon mit einem positiven Gefühl verlassen. Nichts ist schlimmer, als dem Kunden das Gefühl zu geben, seine geopferte Zeit sei Zeitverschwendung gewesen…


Gemäß des Megatrends „digitaler Vernetzung“ ändert sich unsere Form der Kommunikation. Endlich wird der Kunde nicht mehr als eine Masse, also als Summe einzelner Individuen in Gesellschaften, Kulturen, Ziel- oder Käufergruppen gesehen. Das Wild Knowledge meint die Fähigkeit von Kunden eigenständig zu denken, sowie Wahrnehmung und Handeln zu reflektieren. Daraus resultieren spezielle Touchpoints und Needs des einzelnen Kunden. Bereits die Unzufriedenheit eines Einzelnen kann eine desaströse Reputation zur Folge haben. Es gilt den Kunden zu verwöhnen und ihn rundum zufrieden zu stellen.

Angebotene Lösungen entwickeln sich vom Silo zum Ökosystem. Ein Netzwerk an Spezialisten ist wichtiger denn je, um erfolgreich zu sein. Suchen Sie sich Verbündete, die anders sind. Unterschied definiert und man kann nicht in allem exzellent sein. TEAMWILLE kann Ihr Partner sein, um Ihr Unternehmen oder Ihr Projekt von Anfang bis Ende zu begleiten. In den Bereichen Projektmanagement, digitale Kommunikation oder als Trainer können wir eine tragende Rolle in Ihrem Rudel übernehmen. Ähnlich wie TEAMWILLE müssen Sie sich Ihrer Stärken bewusst sein und an Schwachstellen Kooperationen eingehen, um dem Kunden am Ende ein rundum stimmiges Produkt zu präsentieren.


Nun haben Sie diesen Blog lange gelesen und auch wenn nicht, ist mir dies objektiv gesehen nicht wichtig: Ich habe Ihren Klick bereits und dieser ist mir nicht mehr zu nehmen. Wichtig ist mir Ihr nächster Klick und deshalb auch, dass Sie gemäß Uses&Gratifications Ihre gesuchte Bestätigung bekommen sollen.


Der Grund, weswegen Kunden Ihr Produkt erwerben ist nicht Ihr USP! Die Unique Selling Proposition ist ein uniformes Konstrukt Ihrer Marke oder Ihres Unternehmens. Gemäß des vorangegangen Diskurses ist es nicht mehr zeitgemäß einer heterogenen (Ziel-)Gruppe ewig Einzigartigkeit zu versprechen – alleine dieser Satz ist bereits ein Paradoxon. Um fehlerhafte Präsentation zu vermeiden, gilt es das eigene Produkt genau dann zur Verfügung zu stellen, wenn es der Kunde benötigt. Ihr  Produkt ist perfekt, wenn es zur perfekten Zeit, der perfekten Person am perfekten Ort präsentiert wird. Es handelt sich also vielmehr um einen ISP – eine Individual Selling Proposition. Diese ist optimal ausgespielt kein Garant für den Kauf des Kunden, sie stellt nur immerhin sicher, dass das angebotene Produkt in diesem Moment für den Kunden zumindest nicht uninteressant ist. Was entscheidet dann über „Kauf“ und „kein Kauf“?

„Werbung ist die größte Kunstform des 20. Jahrhunderts.“ (Marshall McLuhan 1951 in The Mechanical Bride: Folklore of Industrial Man)

Wie so häufig hat der Nostradamus der Kommunikation McLuhan hier geahnt, wie sich Kommunikation entwickeln würde. Wenn wir im 21. Jahrhundert Werbung machen wollen, machen wir Kunst. Diese ist einzigartig und bietet genau das, was über „Aktion“ oder „keine Aktion“ entscheidet: EMOTION. Das macht uns Menschen aus. Anstatt Maschinen zu gefallen, gilt es die Customer Experience zu optimieren. Geben Sie alles um Ihren Kunden als Fan zu gewinnen!


Das ist der Grund, warum ich nun letztendlich eben doch hoffe, dass Sie diesen Artikel vollständig gelesen haben. Ich schenke Ihnen mein Wissen und erkläre Ihnen meine Perspektive, weil ich wirklich möchte, dass Sie davon profitieren. Alle Zahlen, alle KPIs, alle Klicks sind nur ein Indikator, um Ihr Interesse operationalisieren zu können. Ich hoffe der Artikel hat Ihnen gefallen – egal wie ihn Crawler einstufen werden…


Menschlichkeit kann man nicht lernen – es gibt auch keine Ratgeber, um sie richtig auszuführen. Bei TEAMWILLE ist Menschlichkeit inhärentes Merkmal der Unternehmenskultur. Nicht aufgezwungen ist sie organischer Bestandteil in unserer Kommunikation, unserer Unternehmensphilosophie und unserer Beratungsleistung. Sind Sie TEAMWILLE-Fan?

Die Kunst des 21. Jahrhunderts – Menschlichkeit:

Dieses Video sagt mehr als meine 1.366 Worte …

7 Responses

  1. Hi Marco,

    toller Artikel. Wirklich. Sollten mehr Menschen lesen. Ich frage mich, ob es Absicht ist, dass ihr keine direkte Social-Share-Optionen anbietet. Ich teile das natürlich trotzdem, oldschool wise. Interessieren würde es mich dennoch.

    Liebe Grüße
    Anja

  2. Danke für diese beeindruckende Hommage an die digitale Menschlichkeit.

    Menschlichkeit ist eigentlich etwas ganz Selbstverständliches und wird ja leider oft erst ein Thema wenn wir sie vermissen.

    Danke auch für die klaren Worte wie: Computer sind nicht sozial. Social Media ist nicht Sozial… Es tut uns allen gut uns daran zu erinnern.

    Dieser Artikel hat mich wirklich erreicht, ich musste schmunzeln, war berührt und bin wirklich begeistert wie sie dieses Thema auf den Punkt gebracht haben. Chapeau und herzl. Gruß Dorothee B.

  3. Marco Jaschner

    Hallo Anja, hallo Dorothee,

    danke für euer Lob!! Ich dachte mir, dass man ruhig einmal ganz emotional und gerade heraus Gefühle niederschreiben soll, wenn man mehr Emotionen fordert. Euer positives Feedback motiviert mich dies weiter zu tun, jetzt wo ich weiß, dass der Artikel tatsächlich gelesen wurde… :-)
    Danke auch für den Hinweis Badges zu implementieren, diese werden wir bald anbieten!

    Liebe Grüße
    Marco

  4. Klaus-Dieter Greifenberg

    Hallo Marco,
    diese Gedanken gehören offenbar zur Unternehmenskultur von Teamwille. Alle Achtung!
    Es gibt nach meinem Eindruck zu viele Unternehmen, in denen Zahlen das Verhalten der Mitarbeiter bestimmen.
    In einigen Branchen ist digitale Menschlichkeit leider nicht praktikabel und wird vom Kunden nicht gewünscht.
    Bringt die Gedanken dieses Blogs in die Köpfe Eurer Kunden.

  5. Renate Jaschner

    Hallo Marco,
    sowas von „den Leser am Ball halten“, neugierig machend, was kommt noch: ein Wechselbad aus den Verstand und das Gefühl ansprechen, kurz mal „angekotzt“ , weil den Spiegel vorhaltend, weil man einerseits selbst auf Worthülsen abfährt, gleichzeitig aber die Leere dahinter verspürt! (verzeih den Ausdruck, aber er passt so gut)
    Das Zuhören, dieses Einfache und dabei das Wertvollste ( neben der Liebe) was man den Menschen zu schenken vermag! Daneben dieser wohltemperierte Sarkasmus. Schließlich die das Geschäftliche auf den Punkt bringenden Grafiken: wieder klug zurück kommend zum Sinn der Konsultation einer, nein: eurer Unternehmensberatung! Das Thema der „Menschlichkeit“ liegt in deiner Seele begründet,deshalb ist dein Blog so authentisch. Mehr davon!
    Liebe Grüße

  6. Claudia Trouvain

    Hallo Marco,
    Danke, dass ich den Link über gute Beziehungen bekommen konnte. Danke, dass es heute so herrlich warm ist und mir genau danach ist, so einen emotionalen Artikel zu lesen. Denn ich komme gerade von einem erfüllten Tag mit guten Vorsätzen. Gleichgesinnte zu finden ist immer so wohltuend und bereichernd. Insbesondere wenn es die jüngere Generation ist, denn bestimmte Werte, wie Du schreibst, sind wichtig und sollten trotz Digitalisierung nicht verloren gehen.
    Ja, die richtige Kommunikation, also Inhalte verstehen, akzeptieren und leben, sind Herausforderungen in dieser komplexen, hoch agilen Welt, Änderungen, gerade was Kundenanforderungen angeht, richtig zu managen, ist nicht trivial. Leidenschaft zu transportieren, der Schlüssel zum Erfolg.
    Ich habe diese Passion verspürt beim Lesen. Ich vertraue deiner Überzeugung und Kompetenz.
    Danke, dass es dich bei Teamwille gibt. Weiter so.
    Grüße Claudia

    1. Marco Jaschner

      Hallo zusammen,

      danke für das Lob, ich denke wenn man hinter etwas steht, sind immer Emotionen im Spiel – und das ist nichts schlechtes… Genau das müssen Unternehmen verstehen: Gelebte Werte schaffen eine Glaubwürdigkeit, die Menschen mehr überzeugt als ein guter Page-Rank oder ein witziger Slogan.

      Ich fühle mich geehrt und freue mich, dass ihr meine Intention versteht!

      Lg Marco

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