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20
Apr

Was sollten wir uns nach Corona bewahren?

Lock Down – die Welt scheint entschleunigt, die Menschen langsamer geworden zu sein. Doch auch in Zeiten virtueller Arbeitsweisen und digitaler Möglichkeiten heißt Homeoffice und Ausgangssperre nicht zwangsweise, dass sich die Arbeit reduziert. Sie hat sich nur weitestgehend nach Innen verlagert und findet im gebotenen physischen Mindestabstand statt. Während sich die Menschen lokal distanzieren, wachsen sie emotional neu zusammen. Privates und Berufliches vermengen sich in bisher meist unbekannter Weise.

Was wir bisher lernen durften

Eltern mit Kindern zu Hause durften lernen, wie viele Stunden ein Tag haben kann, wenn parallel zur Büroarbeit im Homeoffice die Kinder das ihnen zustehende Recht auf Home-Schooling, Betreuung, Abwechslung, Nahrungszubereitung und -aufnahme einfordern. Nicht zu sprechen von den üblichen haushälterischen Pflichten, die tagtäglich anfallen. Das ist stressig – zweifellos. Aber der ein oder andere wird diese Phase auch genossen haben und konnte endlich mehr Zeit mit Familie und Kindern verbringen. Arbeit und Kinder ließen sich plötzlich vereinen, wo es vielerorts vorher undenkbar schien.

Pendler brauchten nicht zwei bis drei Stunden ihres Tages auf öffentlich engstem Raum oder im dicht gereihten Autokorso verbringen, um nach wie vor unpünktlich zum ersten Meeting zu erscheinen. (Nein, ok, ich gehe davon aus, dass die meisten pünktlich in den virtuellen Besprechungen anwesend sind.)

Jeder Einzelne erfuhr, welche Freiheiten das Arbeiten von zu Hause aus mit sich bringt und durfte lernen, wie viel Disziplin, Selbstorganisation und Vertrauen trotz Terminplänen, Meetings und Zeitvorgaben notwendig ist.

Was wir beibehalten sollten

Jetzt, wo die Ausgangsbegrenzungen gelockert werden, stellt sich die Frage, was wir nach der Ausgangssperre beibehalten wollen. Hygiene, Händewaschen, Achtsamkeit. Hoffentlich. Und darüber hinaus? Was von dem, was wir in den letzten Wochen lernen durften, sollten wir uns bewahren?

  • Virtuelle Tools steigern die Lebensqualität

An die Spitze der Charts „What shall we keep“ hat es wohl das Programm Microsoft Teams geschafft. Aber auch Skype & Co. haben uns in den letzten Wochen bewiesen: Nicht jede Besprechung muss zwangsweise vor Ort und analog laufen. Live und in Farbe geht eben auch virtuell. Ein unnötiger Aufwand von Zeit und Kosten kann vermieden werden. Eltern müssen sich nicht zwischen Kind oder Besprechung entscheiden und der Braten fürs gemeinsame Essen kann weiter schmoren. Geistiges und körperliches Wohlbefinden kann so auch weiterhin erreicht werden.

Gleich danach folgt die Lebensqualität: Es kann schön sein, ins Büro zu fahren und seine Kollegen zu treffen. Aber es kann fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag auch an den Kräften zehren. Genauso, wie es anstrengend ist, sich jeden Tag zu Hause an den Schreibtisch zu disziplinieren. Bei heißen Temperaturen im Schatten mit kühler Brise zu sitzen, kann sich positiver auf Konzentration und Motivation auswirken. Anders als ein überhitztes oder dank Klimaanlage unterkühltes Büro dies wohl vermag. Jeder im Dachgeschoss hingegen wird froh sein, das kühle Büro wieder nutzen zu können.

Manche Besprechungen erfordern eine stabile Internetverbindung und einen großen Bildschirm, um Tabellen, Zahlen und Informationen teilen zu können. Aber eben nicht alle. Die ein oder andere Telefonkonferenz ließe sich ebenso gut mit Blick ins Grüne oder umgeben von Natur realisieren. Und ein leises Vogelgezwitscher im Hintergrund hat – zumindest zeigen dies die persönlichen Erfahrungen der letzten Wochen – immer zur Auflockerung des Gesprächs denn zur Griesgrämigkeit geführt. Das Beste aus beiden Welten zu kombinieren, kann daher auch nach Corona die Lebensqualität steigern.

  • Selbstverantwortung und Zusammenhalt schaffen Vertrauen

Selbstverantwortung und Zusammenhalt – kein leichter Drops und nicht schnell umzusetzen. Aber wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir dazu im Stande sind, wodurch Vertrauen wachsen und sich festigen konnte. Sowohl für Arbeitgeber als insbesondere auch Arbeitnehmer ist dies langfristig gesehen der Hebel für mehr Zufriedenheit, ein motivierendes Arbeitsumfeld und bessere Arbeitsergebnisse.

Wir haben es in Zeiten des Lock Down geschafft, jeden Tag aufs Neue genug Disziplin aufzubringen, im privaten Umfeld ein Setting zu gestalten, welches uns die beruflichen Aufgaben erfüllen lässt. Abgesehen von vielleicht einigen Ausnahmen, haben selbst diejenigen, die bereits in Kurzarbeit gewechselt sind, nicht untätig zugesehen, sondern Landwirte und Mitmenschen unterstützt. Sei es auf dem Feld oder durch Programme, Schulungen und ein vielfältiges, kreatives Angebot im Internet. Wir können den Kollegen und Angestellten vertrauen, dass sie sich im Homeoffice nicht auf die faule Haut legen. Durchschnittlich ist die Effektivität, soweit ich dies bei Kollegen auch anderer Firmen mitbekommen habe, sogar gestiegen. Außerdem haben wir gesehen, wie stark unser Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützungsbereitschaft ist. Denken wir daran auch nach der Quarantäne.

  • Disziplin bei Arbeit, Bewegung und im Meeting

Außer der Disziplin, sich jeden Tag vor den PC zu klemmen, scheinen die meisten auch das Spazierengehen und die Bewegung an der frischen Luft für sich entdeckt zu haben. Behalten wir das bei und sorgen auch nach der Ausgangsbeschränkung für tägliche Bewegung an der frischen Luft. Das hilft Körper, Geist und der guten Laune.

Eine neue Meetingkultur: Manche Themen lassen sich im persönlichen Gespräch – darüber muss man nicht streiten – effizienter, vor allem aber zielführender klären. Viele Besprechungen können hingegen genauso gut virtuell laufen. Dafür zeit- und kostensparender und, wie eingangs erwähnt, unter Umständen mit mehr Motivation und in besserer Stimmung. Beachten wir aber hier, nicht ein Meeting minutiös an das nächste zu hängen. Zeit für Pausen, zum Durchatmen und Gedanken zusammenfassen muss auch im virtuellen Raum gegeben sein. Sonst erhöhen wir das Stresslevel wieder und die Effektivität leidet. Wie man effektiv virtuelle Meetings führt, findet ihr in unserem Blogbeitrag vom 19. März.

  • Autonomie bringt Freiheit und Gelassenheit

Lassen wir uns nach dem Lock Down darauf ein, autonom entscheiden zu dürfen, ob wir unsere Aufgaben besser im Büro oder von zu Hause aus erledigen können. Die Freiheit zu wählen, welches der richtige Ort ist, verlangt zwar Selbstverantwortung und Selbstorganisation, aber das dürften wir ja nun gelernt haben. Das sich immer schneller drehende Rad wurde im März abrupt gestoppt. Behalten wir uns etwas dieser Ruhe und Gelassenheit bei, um mit Kopf, Herz und Verstand an die tägliche Arbeit zu gehen. Nicht jeder Tag muss zu Hause verlebt, nicht alle 40 Stunden im Büro absolviert werden. Das Geschäftliche ist längst privater geworden, als wir es uns vorzustellen gewagt hätten. Das können wir positiv nutzen, um nicht zwischen Kindern, Haushalt und Arbeit hin und her flitzen zu müssen, sondern es leichter kombinieren zu können.

Wir bei TEAMWILLE leben diese Arbeitskultur bereits seit Zeiten vor der Quarantäne und – Spoiler – es funktioniert!

Wenn ihr hierzu mehr erfahren wollt, klickt euch gerne durch unseren Blog oder schaut virtuell vorbei.

Was möchtet ihr beibehalten? Welche neu gewonnenen Gewohnheiten möchtet ihr auch nach der Ausgangsbeschränkung in euren Alltag integrieren? Braucht ihr weitere Tipps und Anregungen? Schreibt uns oder kommentiert einfach direkt hier unterhalb des Blogbeitrags.

Bildquelle: iStock.com/marchmeena29

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